04.06.2019, 15:07 Uhr Mail an Herr Schröder. Auf diese Mail erfolgte keine Reaktion des Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer.

Sehr geehrter Herr Schröder,

ich freue mich das Sie sich ebenfalls über eine Pegelanzeigen Gedanken gemacht haben und an der Umsetzung arbeiten. Vielen Dank dafür!
Umso weniger verstehe ich, dass Sie die Probleme, die sich aus den festen Schleusenzeiten für uns ergeben nicht sehen und hierfür habe ich auch kein Verständnis.
Die Havarie 26.05.2018 ist sehr bedauerlich und natürlich müssen Sie Ihre Mitarbeiter schützen. Ich bin jedoch der festen Überzeugung, dass es hierfür geeignetere Maßnahmen als statische Schleusenzeiten, vollkommen unabhängig vom konkreten Bedarf, gibt.
Das sich durch diese Maßnahme die Sicherheit der Nutzer erhöht, wage ich zu bezweifeln, ich vermute das Gegenteil der Fall ist.
Schleusungen in Richtung Elbe lassen sich für uns relativ gut planen, jedoch wird auf Grund der Tideabhängigkeit das von uns nutzbare Zeitfenster durch die festen Schleusenzeiten kleiner.
In Richtung Bille sind die Abhängigkeiten wesentlich komplexer.

  • Es gibt in der ungeschützten Billewerder Bucht keine Möglichkeit das Schiff festzumachen und auf die Schleusung zu warten.
  • Eine exakte Zeitplanung ist auf Grund andere Abhängigkeiten (z.B. andere Schleusen) nicht möglich.

Ausfahrten, die nach der alten Regelung ohne zeitliches Risiko möglich waren, sind heute je nach Tidestand mit den starren Schleusenzeiten nicht mehr möglich bzw. beinhalten das Risiko erst Stunden später oder am nächsten Tag auf die Bille schleusen zu können. Ich habe auf Grund dieser Abhängigkeiten dieses Jahr schon auf Ausfahrten verzichtet.
Durch Ihre Maßnahme reduzieren Sie die Anzahl der Schleusenvorgänge, jedoch die Bille verliert deutlich an Attraktivität für Sportbootschifffahrt.

Viele Grüße
Winfried Hinz
Skipper der Blue Sky
Mitglied im EMC Hamburg

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