Hintergrund

Am 26.05.2018 kam es in der Tiefstackschleuse zu einer Kollision zwischen dem Gütermotorschiff „Glück Auf“ und dem Schleusentor der Tiefstackschleuse. Es entstand erheblicher Sachschaden.
Unfallursache ist meines Wissens eine Fehlbedienung durch das Schleusen Personal.
Als Reaktion auf diesen bedauerlichen Unfall gilt seit dem 15. September 2018 es wird nur noch zu jeder vollen Stunde in Richtung Elbe und nur noch zu jeder halben Stunde in Richtung Bille geschleust.
Das Bedienpersonal vor Ort macht keine Angaben dazu, ob eine Schleusung zu einem bestimmten Wasserstand noch möglich ist.
Offiziell gibt es zwischen der neuen Reglung und dem Unfall am 26.05.2018 keinen Zusammenhang.
Der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer der Stadt Hamburg begründet diese neue Regel mit der „in der letzten Zeit sehr zugenommen Sportschifffahrt an der Tiefstackschleuse“ und der Notwendigkeit, das „erhöhte Verkehrsaufkommen effizienter zu regeln“ Siehe
Dass die Sportschifffahrt in der letzten Zeit an der Tiefstackschleuse sehr zugenommen hat, habe ich nicht bemerkt. Ich habe 2018 mehrmals allein geschleust, und volle Schleusen habe ich auch schon Anfang der 90er Jahre erlebt.

So bedauerlich der Unfall am 26.05.2018 auch ist, diese neue Regelung macht die Sportschiffart nicht sicherer sondern verlagert die Risiken an andere Orte und auf andere Menschen.
Weder auf der Elbeseite noch der Billeseite gibt Festmachmöglichkeiten, um auf die Schleusung zu warten.
Es gibt keine Pegelansage mehr. (Es wird erzählt das im Juni 2019 ein Schweizer Sportschiff bei Niedrigwasser in der Schleuseneinfahrt beschädigt wurde und Wasser nahm. Eine Bestätigung hierfür fand ich nicht.)
Das für die Schleusung zu Verfügung stehende Zeitfenster wird durch die festen Schleusenzeiten in Abhängigkeit von der Tide und dem eigenen Tiefgang wesentlich kleiner und die Bille verliert an Attraktivität für die Sportbootschifffahrt.

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