23.05.2019 um 09:11 Mail an Herrn Dr. Klotz, Geschäftsführer des Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer der Stadt Hamburg.

Sehr geehrter Herr Klotz,

seit 1994 liege ich mit meinem Sportboot auf der Bille und habe in dieser Zeit viele Ihre Mitarbeiter auf der Tiefstackschleue als freundliche und kompetente Menschen kennen gelernt.

Am 30.04.2019 wollte ich mit meinem Sportboot über Geesthacht kommend in die Bille.
Gegen 15:00 Uhr stelle ich fest, dass ich es vermutlich nicht bis 15:30 Uhr zur Tiefstackschleue schaffen würde und rief dort an. Ihr Mitarbeiter teilte mir mit, dass er strikte Anweisung hat nur zur halben Stunde zu schleusen und er das Tor um 15:25 Uhr öffnen und um 15:35 Uhr wieder schließen werde. Ich beschleunigte noch einmal, schaffte es jedoch nicht.
Als ich um 15:35 Uhr durch das Sperrwerk der Billewerder Bucht fuhr sah wie sich das Schleusentor der Tiefstackschleuse vor die leere Schleuse senkte.
Ich kreuzte dann fast eine Stunde mit laufenden Maschinen vor der Schleuse bis ich dann um 16:30 Uhr als einziges Wasserfahrzeug geschleust wurde.

Dass die Sportschifffahrt in der letzten Zeit an der Tiefstackschleuse sehr zugenommen hat habe ich nicht bemerkt, den ich habe 2018 mehrmals allein geschleust und volle Schleusen habe ich auch schon Anfang der 90er Jahre erlebt. In meiner Wahrnehmung fahren durch die eine Kammer der Tatenberger Schleuse wesentlich mehr Sportboote als durch beide Kammern der Tiefstackschleuse.
Daher verstehe ich die Entscheidung ihrer Behörde, die Tietstackschleuse nur noch zu festen Zeiten zu öffnen nicht.
Das ich hierfür kein Verständnis habe liegt nicht nur an der für mich nicht nachvollziehbaren Begründung. Verschärfend kommt noch hinzu, dass es weder auf der Elbeseite, noch der Billeseite Festmachermöglichkeiten gibt um auf die Schleusung zu warten.
Wenn ich eine Schleusung um nur 5 Minuten verpasse kann dies zur Folge haben das der Wasserstand eine Stunde später für nicht mehr ausreicht und ich erst mehrere Stunden, eventuell erst am nächsten Tag Schleusen kann.
Volles habe ich Verständnis jedoch dafür, dass eine Schleuse keine Telefonauskunft ist, ein sicherer Schleusenbetrieb erste Priorität hat und dieser ohne feste, klare Regeln nicht sichergestellt werden kann. Dies solle jedoch auch anders als mit dem jetzigen starren Zeitfenster möglich sein.

Ich bitte Sie recht herzlich die Entscheidung ihrer Behörde über die festen Schleusenzeiten noch einmal im Sinne der Sportschifffahrt zu überprüfen. Außerdem möchte ich sie bitten zu prüfen ob in der Schleusenkammer und vor dem Elbetor, als Ersatz für der Pegelansagen eine Pegelanzeige montiert werden kann.

Mit freundlichen Grüßen
Winfried Hinz
Skipper der Blue Sky
Mitglied im EMC Hamburg

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.